Der Fahrlehrerverband Hamburg e. V. bietet u. a. Schulungen für Verkehrsteilnehmer an.
Damit am Ende ein Führerschein herauskommt, muss am Anfang der Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis stehen. Die Hamburger Fahrschulen übernehmen das idR als Serviceleistung für Sie. Die zuständige Behörde ist der Landesbetrieb Verkehr (LBV). Dorthin übermittelt die Fahrschule alle erforderlichen Unterlagen, die sie von Ihnen zuvor erhalten muss.
Also sammeln Sie so schnell wie möglich alle Papiere zusammen, damit der Antrag bearbeitet werden kann. Denn erst, wenn die Behörde geprüft hat, ob Sie eine Fahrerlaubnis erwerben dürfen, werden Sie zur Prüfung freigegeben.
Der LBV prüft, ob Ihre Personalien mit denen der Meldebehörde übereinstimmen und auch, ob Sie sich evtl. schon im Flensburger Fahreignungsregister Eintragungen eingehandelt haben. Wenn alles in Ordnung ist, wird vom LBV ein Prüfauftrag an den TÜV HANSE erteilt. Die Fahrschule erfährt dieses über ein Onlinesystem und kann die Ausbildungsplanung daran anpassen.
Für die Beantragung einer Fahrerlaubnis werden folgende Papiere benötigt:
Es ist kein Geheimnis, dass die Führerscheinausbildung einen theoretischen und einen praktischen Teil hat.
Der Theorieteil hat einen Umfang von 12 Grundlektionen zu je 90 Minuten. Den muss jeder absolvieren, der noch keinen Führerschein besitzt.
Dann kommen noch, je nach angestrebter Führerscheinklasse, zwei bis 18 Unterrichte hinzu. In diesen sogenannten klassenspezifischen Unterrichten geht es um die Besonderheiten der Fahrzeugart, die Sie später fahren möchten.
In welcher Reihenfolge die Unterrichtsthemen besucht werden, ist nicht festgelegt. An den Themen des klassenspezifischen Zusatzstoffes muss ausnahmslos teilgenommen werden.
Für Hamburg gilt zusätzlich Folgendes:
Versäumen Sie einmal eines der Grundthemen, so können Sie entweder warten, bis es wieder an der Reihe ist oder ein anderes Thema des Grundstoffs noch einmal besuchen. Sie dürfen somit an einem Thema doppelt teilnehmen.
Der Umgang mit versäumten Unterrichtsthemen variiert von Bundesland zu Bundesland.
In der folgenden Tabelle werden die jeweiligen Unterrichtseinheiten der verschiedenen Fahrerlaubnisklassen à 90 Minuten angezeigt, die mindesten zu absolvieren sind.
| Fahrerlaubnisklasse | Grundstoff | Klassenspezifischer Stoff |
|---|---|---|
| AM | 12 | 2 |
| A1 | 12 | 4 |
| A2 | 12 | 4 |
| A | 12 | 4 |
| B | 12 | 2 |
| L | 12 | 2 |
| T | 12 | 6 |
| Erweiterung Fahrerlaubnisklasse | Grundstoff | Klassenspezifischer Stoff |
| C1 | 6 | 6 |
| C1 (Vorbesitz D1) | 6 | 2 |
| Ci (Vorbesitz D) | 6 | 2 |
| C | 6 | 10 |
| CE | 4 | |
| D1 | 6 | 10 |
| D1 (Vorbesitz C1) | 6 | 4 |
| D1 (Vorbesitz C) | 6 | 4 |
| D | 6 | 18 |
| D (Vorbesitz C) | 6 | 8 |
| D (Vorbesitz C1) | 6 | 12 |
| D1 (Vorbesitz D) | 6 | 8 |
Die erste Fahrstunde ist für die meisten Fahrschüler eine spannende Angelegenheit. Alles ist neu und unbekannt. Das weiß der Fahrlehrer all zu gut und geht in entsprechend angemessenen Schritten vor.
Zuerst wird das Auto erklärt, mit dem es losgehen soll. In der Regel kommen in Fahrschulen die neuesten Fahrzeugmodelle mit moderner Technik zum Einsatz. Angepasst an die Vorkenntnisse des einzelnen Fahrschülers wird der Umgang mit dem Fahrzeug erläutert. Immer schön eins nach dem anderen, vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten ist die Devise.
Es wird stufenweise ausgebildet. Von einer Grund- in die Aufbau- und dann in die Leistungsstufe. Es folgt die Stufe der besonderen Ausbildungsfahrten (Autobahn, Landstraße, Beleuchtung) und am Ende steht die Reife- und Teststufe.
So werden Sie Schritt für Schritt zu einem sicheren, verantwortungs- und umweltbewussten Kraftfahrer. Auch das Erlernen der Grundfahraufgaben, wie Rückwärtsfahren, Umkehren, Einparken gehören zu den Ausbildungsinhalten.
Die Theorieprüfung hat das Laufen gelernt!
Fragebogen waren gestern. Heute geht es mittlerweile bewegt zu, bei der Theorieprüfung. Mit 15 Sekunden andauernden Filmsequenzen wurde den starren Fragen Leben eingehaucht.
In jeder Theorieprüfung müssen, innerhalb der 20 Fragen im Grundstoff, zwei Film-Fragen beantwortet werden. Es handelt sich um Gefahrensituationen, die im Verlauf des Kurzfilms zu erkennen sind. Die Filme sind allesamt im Lehrmaterial enthalten, das von den Fahrschulen angeboten wird.
Hier können Sie eine Muster-Theorieprüfung durchführen, die uns mit freundlicher Unterstützung von TÜV DEKRA arge tp 21 zur Verfügung gestellt wurde.
Filme sind mit einem Pfeil-Symbol gekennzeichnet. Jeder Film kann fünfmal angeschaut werden, bevor die Antwort auf zuvor nicht sichtbare Fragen gegeben werden muss.
Auch ist mit dem Auswendiglernen von Bildern und den dazugehörigen Antworten Schluss, seit es die sogenannten „Mutterfragen“ gibt. Hier ein Beispiel:
|
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| Dies ist die sogenannte “Mutterfrage” | Gleiche Frage, andere Darstellung | … andere Darstellung | … andere Darstellung |
Die Verkehrssituation ist immer identisch, nur die Umgebung, die Fahrzeuge oder die Fahrzeugfarben variieren. Merken? Fehlanzeige! Hier ist Wissen gefragt.
Falschantworten werden, je nach Bedeutung für die Verkehrssicherheit, den Umweltschutz und die Energieeinsparung, mit 2 – 5 Punkten bewertet. Durchgefallen ist derjenige, der 10 Punkte überschreitet, es sei denn, es werden zwei Fragen falsch beantwortet, die mit jeweils fünf Punkten bewertet werden.
Bei einer guten Vorbereitung kann man beruhigt ins Rennen gehen. Dabei sei von einem Lernen ausschließlich über selbst zusammengestellte Medien, bspw. aus dem Internet dringend abzuraten. Keine freie Software kann so aktuell sein, wie das Lehrmaterial, was über die Fahrschulen bezogen wird. Merke: Aktualität kostet Geld! Immer wenn neue Fragen entwickelt werden, und das passiert gerade in letzter Zeit häufiger, immer dann muss auch das Lehrmaterial eine Anpassung erfahren. Das wiederum können geschulte Fachleute am Besten, da sie sich immer auf dem Laufenden halten. Das ist deren Job.
Der Fahrschüler hat mit diesen Denkzetteln die Chance sich mental auf die Fahrstunde vorzubereiten und kann die Handlungsabläufe bereits abrufen, statt sie erst im Moment vor der konkreten Situation zu erlernen.
Wie finde ich eine gute Fahrschule?
Einen Führerschein macht man meistens nur einmal im Leben. Es fehlt demnach an Vergleichsmöglichkeiten. Aber dafür hat man ja eine Familie oder Freunde und Bekannte. Fragen Sie doch einmal herum, wer „seine“ Fahrschule empfehlen kann, denn das ist immer noch die häufigste Auswahlmethode.
Sie können den Check aber auch selbst machen. Hier ein paar Tipps dazu:
Weitere Kriterien können sie der Checkliste Fahrschule entnehmen, die hier als Download angehängt ist.
Es gibt immer einmal wieder Gründe zur Unzufriedenheit, schließlich arbeiten hier Menschen miteinander.
Es gibt, wie so oft im Leben mehrere Weg aus der Misere. Der erste Schritt sollte das Gespräch mit dem Fahrlehrer sein. Ist es ein Angestellter, hilft häufig auch den Fahrschulinhaber einzubinden. Ein fahrschulinterner Wechsel des Fahrlehrers ist in Beschwerdefällen die Möglichkeit mit dem geringsten Aufwand.
Klappt das nicht, kann der Bewerber jederzeit den Vertrag schriftlich kündigen und seine Ausbildung in einer anderen Fahrschule fortsetzen. Das wiederum ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, die sich jedoch rentieren, wenn dadurch die Fahrausbildung strukturiert weitergeführt werden kann.
Folgende Kosten können anfallen:
Bei schwerwiegenden Verstößen der Fahrschule, etwa gegen die Fahrschüler-Ausbildungsordnung, bei Betrug oder gar sexueller Belästigung sollte in jedem Fall die Aufsichtsbehörde eingeschaltet werden. Eine umfangreiche Beratung erhalten Sie in der Geschäftsstelle unseres Verbandes.