Fahrlehrerverband Hamburg e.V.

Die praktische Ausbildung

Die erste Fahrstunde ist für die meisten Fahrschüler eine spannende Angelegenheit. Alles ist neu und unbekannt. Das weiß der Fahrlehrer all zu gut und geht in entsprechend angemessenen Schritten vor. Zuerst wird das Auto erklärt, mit dem es losgehen soll. IdR kommen in Fahrschulen die neuesten Fahrzeugmodelle mit moderner Technik zum Einsatz. Angepasst an die Vorkenntnisse des einzelnen Fahrschülers wird der Umgang mit dem Fahrzeug erläutert. Immer schön eins nach dem anderen, vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten ist die Devise.

Es wird stufenweise ausgebildet. Von einer Grund- in die Aufbau- und dann in die Leistungsstufe. Es folgt die Stufe der besonderen Ausbildungsfahrten (Autobahn, Landstraße, Beleuchtung) und am Ende steht die Reife- und Teststufe. So werden Sie Schritt für Schritt zu einem sicheren, verantwortungs- und umweltbewussten Kraftfahrer. Auch das Erlernen der Grundfahraufgaben, wie Rückwärtsfahren, Umkehren, Einparken gehören zu den Ausbildungsinhalten.

Noch ein paar Worte zu den sogenannten Pflichtstunden.
So manch einer denkt: "Die muss ich schnell hinter mich bringen." Das ist ein Trugschluss und kann die Ausbildung verlängern. Damit Sie ein sicherer Auto-, Motorrad-, Lkw- oder Bus-Fahrer werden, müssen sie auch alle Fahrzustände kennengelernt haben. Sie müssen langsam genauso gut fahren können, wie schnell, Sie müssen sich in der Nacht genauso sicher fortbewegen, wie am Tage. Deshalb gibt es eine festgelegte Anzahl von Fahrstunden, die Sie auf der Landstraße, der Autobahn oder bei Dämmerung oder Dunkelheit absolvieren müssen.

Dabei ist es, wie Sie sich denken können, nicht sinnvoll auf die Autobahn zu fahren, wenn Sie bspw. mit dem Schalten oder Lenken noch Schwierigkeiten haben. Aus diesem Grund dürfen diese Fahrten erst gegen Ende Ihrer Fahrausbildung durchgeführt werden. Und mal ehrlich, wollen Sie mit 130 über die Autobahn rasen, Überholvorgänge durchführen, die richtige Abfahrt wählen etc., wenn Sie sich insgesamt noch unsicher fühlen? Schließlich wollen Sie etwas lernen und später auch sicher alleine mit höheren Geschwindigkeiten fahren, wenn kein Fahrlehrer mehr neben Ihnen sitzt.

Der Abschluss der praktischen Fahrausbildung

Bevor Sie mit Ihrem Fahrlehrer einen Termin für die praktische Prüfung absprechen können, muss dieser sich davon überzeugt haben, dass Sie die Befähigung zum sicheren, verantwortungsvollen und umweltbewussten Verkehrsteilnehmer erlangt haben. Dazu wird er eine simulierte Prüfungsfahrt mit Ihnen unternehmen. Im Anschluss daran kann er beurteilen, wie viele Fahrstunden Sie noch benötigen, um prüfungsreif zu sein.

Der PrüfungsReifeTest

Die einfache, aber effektive Art zu testen, ob Sie fit sind!

Einfacher geht es nicht:

  • Fahrausbildung in allen Bereichen durchlaufen (Grundausbildung, Grundfahraufgaben, besondere Ausbildungsfahrten)
  • Terminieren einer Doppelstunde (90 Minuten)
  • Fahrschüler ohne zu korrigieren oder zu kommentieren eine festgelegte prüfungstaugliche Strecke fahren lassen
  • Nach ca. 45 Minuten Fahrt beenden
  • Der Fahrschüler berichtet über seine Eindrücke
  • Fahrlehrer erläutert, was ihm aufgefallen ist (positiv + negativ)
  • Bisher gefahrene Anzahl von Fahrstunden auf der Testkarte eintragen
  • Die Art und Schwere der Fehler bewerten und auf der Karte eintragen
  • Die Defizit-Prozente addieren
  • Die gefahrene Anzahl der Fahrstunden durch 100 teilen und mit der Defizit-Prozentzahl multiplizieren 

Resultat: Die Anzahl der bis zur praktischen Prüfung noch erforderlichen Fahrstunden

Fertig!

Wichtige zeit- und kostensparende Vorbereitung auf die Fahrstunde

Wie viele Fahrstunden bis zum Abschluss der Ausbildung mit der anschließenden Prüfung benötigt werden, hängt individuell von dem Bewerber ab.

Jeder Mensch lernt anders. Je mehr Aufmerksamkeit der Fahrausbildung gewidmet werden kann, um so intensiver kann die Ausbildung durch den Fahrlehrer stattfinden.

Wer gut vorbereitet zu seiner Fahrstunde kommt, ist demgegenüber im Vorteil, der schon abgehetzt und noch nicht bei der Sache ins Auto steigt.

Zeit ist Geld gilt hier besonders. Jede nicht zum Lernen genutzt Minute ist kostbar und verlängert die Ausbildung.

Eine gute Planung ermöglicht eine komprimierte Ausbildung auf dem Weg zum Führerschein. 

Fahrlehrer haben die Erfahrung gemacht, dass Fahrschüler idR unvorbereitet zur Fahrstunde erscheinen. Aus diesem Grund sind die sogenannten "Denkzettel" entstanden, die kurz und knapp die Handlungsabläufe in immer wiederkehrenden Situationen im Straßenverkehr beschreiben. 

Beispiel Abbiegen

Es müssen u.a. immer folgende Dinge erledigt werden, egal ob rechts oder links abgebogen werden soll:

  • Spiegelbeobachtung
  • Blinken
  • Seitenblick

Der Fahrschüler hat mit diesem "Denkzettel" die Chance sich mental auf die Fahrstunde vorzubereiten und kann die Handlungsabläufe bereits abrufen, statt sie erst im Moment vor der konkreten Situation zu erlernen.

Abbiegen

Anfahren

Bahnübergänge

Ein- und Aussteigen

Einfahren in die Autobahn

Einparken

Fahren in Fahrstreifen

Fahrstreifenwechsel

Fahrzeuge mit Sonderrechten

Fußgängerüberwege

Kreisverkehr

Linienbusse

Rückwärtsfahren

Überholen

Verlassen der Autobahn

Zufahren auf Ampeln

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